RUNDLING PANKOW



Konzeptioneller Entwurf und Projektentwicklung
für die Baugruppe Rundling Pankow


Der Rundling, auch als Runddorf, Rundlingsdorf,
Rundplatzdorf bezeichnet, ist eine im Mittelalter
entstandene Siedlungsform mit kreis- oder hufeisen-
förmigen Anordnung der Gehöfte um einen Platz, der
ursprünglich nur durch eine einzige Stichstraße sack-
gassenartig erreichbar war. Der Verbreitungsraum des
Rundlings erstreckt sich streifenförmig zwischen der
Ostsee und dem Erzgebirge in der Kontaktzone
zwischen Deutschen und Slawen während des
Mittelalters. Rundlingsdörfer sind ein kleinräumiger
Siedlungstyp. Typisch für Rundlinge sind Hofstellen,
die hufeisenförmig um den Dorfplatz (den Anger oder
Plan) gruppiert sind. Typisch für die ursprüngliche
Form ist, dass es anfänglich nur einen einzigen Zu-
fahrtsweg gab, der keinen Durchgangsverkehr zuließ.

Entwurfsidee

Die Idee des Rundplatzdorfes wird im Entwurf aufge-
griffen und modern interpretiert. Wie beim Runddorf
gibt es nur einen Zufahrtsweg. Dieser weitet sich zu
einem von 18 Townhouses umschlossen hufeisen-
förmigen Platz auf. An der Ötztaler Straße schließen
die vier bis fünf Etagen hohen Stadthäuser den Block.
Durch ein unterirdisches Parkdeck bleibt der Platz Autofrei.
Befreit vom Verkehr bietet er sich als Spielstraße an. Die
Platzbildung in Form eines kleinen Angers erleichtert nach-
barschaftliche Beziehungen.
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Platz
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Erdgeschoss
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Schnitt